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Internorga 2017

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Die 91. Ausgabe der internationalen Leitmesse für den Außer-Haus-Markt überzeugte in Hamburg ein weiteres Mal als wichtige Plattform und Trendschmiede der Branche.

1.300 Aussteller aus rund 25 Nationen zeigten Mitte März auf der Internorga in Hamburg ihre Produkte und Innovationen. Besucher aus Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsgastronomie, Bäckereien und Konditoreien nutzten die Gelegenheit, sich auf der – erstmals um einen auf fünf Tage verkürzten – Leitmesse für den Außer-Haus-Markt bei Ausstellern zu informieren, was aktuell in der Branche gefragt ist. Weitere wichtige Anlaufstellen waren die Live-Wettbewerbe Next Chef Award mit Johann Lafer und Gastro Startup mit Tim Mälzer sowie die Kongresse Internationales Foodservice Forum, Deutscher Kongress für Gemeinschaftsgastronomie und 7. Internorga Forum Schulcatering.
Mit 93.000 Besuchern, sieben Prozent davon aus dem Ausland, hatte die diesjährige Internorga einen leichten Besucherrückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen (2016: 95.000 Besucher). Bei der Anzahl der Aussteller gab es keine nennenswerten Veränderungen. Laut Veranstalter lag der Anteil der Entscheidungsträger unter den Besuchern bei rund 80 Prozent – 91 Prozent der Fachbesucher beurteilten das Angebot als sehr gut bis gut. Doch welches Fazit ziehen die Aussteller? KÜCHE hat sich umgehört.
Sylvia Ludwig, Bereichsleiterin Profit Center GV bei Friesenkrone, freut sich über den starken Besucherandrang am Stand des Fischfeinkostherstellers aus Marne: „Alle Tagen waren bis zum Schluss sehr gut besucht. Gerade der Freitag war beeindruckend“. Zu erleben gab es für den Besucher am Stand auch so allerhand, beispielsweise Deutschlands jüngste Sterneköchin Julia Komp mit der Marktneuheit „Sjö“, Matjes mit wenig Salz. Als Trend nimmt Ludwig von der diesjährigen Internorga mit, dass alles erlaubt ist, „was anders klingt, schmeckt und den Gast neu erleben lässt.“. Essen sei nicht mehr nur eine kulinarische Angelegenheit, sondern immer stärker ein Event“, so Silvia Ludwigs Fazit.
Auch Sven Kreitz, Marketingleiter Food-Service D-A-CH bei DMK Deutsches Milchkontor, zeigt sich zufrieden mit der Besucherresonanz am Messestand, für die neben Neuheiten wie „Die Würzigen Drei“ Heiko Antoniewicz mit seinen Live-Cooking-Shows sorgte. Vegetarische Küche und To-go-Konzepte lägen sicher weiterhin im Trend, wenn sie auch nicht mehr so neu wären, prognostiziert Kreitz. Zunehmend an Bedeutung gewännen Aspekte wie Fair Trade und Clean Label – vor allem für Molkereien.
Mark Joseph Müller, Geschäftsführer bei Eloma, Hersteller von Kombidämpfern und Backöfen: „Die Internorga war für uns ein voller Erfolg. Das Feedback von Kunden zu unserem neuen Multimax war überwältigend“. Außerdem seien das neue Standkonzept mit Bistro-Atmosphäre und die aktuelle Kampagne „Verpass Deinen Leuten einen ordentlichen Dämpfer“ gut angekommen. Neben der fortschreitenden Digitalisierung und den vielen Möglichkeiten, die sie böte, sei auf der Internorga eine starke Hinwendung der Branche zu Qualität und Handwerklichkeit zu beobachten. Hier werde deutlich, dass sich die Gastronomie mit den steigenden Erwartungen der Kunden auseinandersetzen müsse und dies auch tue, resümiert Müller.
Ein neues Standkonzept brachte auch Hupfer auf die Internorga 2017. „Wir waren gespannt auf Hamburg – nicht nur wegen der verkürzten Messezeit: Die Messedauer über nur fünf Tage hat sich für uns in keiner Hinsicht negativ ausgewirkt, im Gegenteil: Während sonst der Freitag bei uns in der Technik-Halle A4 schon mal ruhig begann, strömten von Beginn an Kunden auf unseren Stand. Auch der Dienstag war für uns dieses Mal ein sehr gut besuchter Messetag“, berichtet Prokurist und Vertriebsleiter Günter Schröder. Als Neuheit präsentierte der Anbieter für Großküchentechnik ein System für die zeit- und ortsunabhängige Betriebsverpflegung, dessen Kern Induktionswagen und darauf abgestimmtes Geschirr, Clochen und Tabletts sind. „Ein Trend, den wir nach wie vor beobachten und der sicher als Kundenwunsch nicht verschwinden wird, ist die Nachhaltigkeit. Kunden wissen, dass Nachhaltigkeit bei konsequentem Einsatz mit Ressourceneinsparungen einhergeht und so auch wirtschaftlich ist.“ Die Investitionsbereitschaft sei nach wie vor hoch, die Außerhausverpflegung wachse weiterhin, vor allem bei Mensen und in Betrieben, so die Prognose Schröders.
Die durchweg positive Resonanz der befragten Aussteller bietet gute Aussichten für die nächste Internorga in Hamburg, deren Termin auch schon feststeht: 9. bis 13. März 2018.