IKA 2016

Stark für die Gemeinschaft

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19 internationale Mannschaften aus der Gemeinschaftsverpflegung machten den IKA Team Award 2016– Community Catering zu einem Highlight der Kocholympiade.

Sie stiegen wie Phönix aus der Asche: Zum ersten Mal zeigten die internationalen Mannschaften aus Catering und Gemeinschaftsverpflegung im Rahmen der diesjährigen Olympiade der Köche so richtig, was sie in Sachen Kulinarik alles können. Hatten sich in 2012 nur acht Mannschaften angemeldet, von denen dann sechs angetreten waren, so präsentierten in diesem Jahr 19 GV-Mannschaften aus aller Welt ihre Kochkunst. Eigentlich wären es sogar 20 gewesen, hätte das Team aus Thailand wegen des Todes von König Bhumibol nicht kurzfristig auf eine Teilnahme verzichten müssen. Im IKA-Jahr 2016 musste sich also manche National- und Jugendnationalmannschaft erstmals daran gewöhnen, dass sie nicht die einzigen waren, die ihre Länder im Rahmen der Olympiade der Köche vertraten. Immerhin konnte bereits ein Land, nämlich Dänemark, sogar mit einer eigenen Catering-Nationalmannschaft aufwarten. Die anderen GV-Mannschaften wurden von einzelnen Catering-Unternehmen, Schulen oder anderen kulinarischen Institutionen sowie vom Militär der Länder gestellt.

Mussten die Militärmannschaften 2012 noch in Zelten kochen, konnten sie in diesem Jahr ihr Können in den offiziellen Wettbewerbsküchen beweisen. Eine absolut zeitgemäße Änderung, denn längst geht es bei der militärischen Gemeinschaftsverpflegung nicht mehr nur um Feldküche, sondern um modernes hochwertiges Catering für jeden Anlass. Die relativ bunte Mischung von Mannschaften in dieser Wettbewerbskategorie ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Zahl der GV-Mannschaften pro Land bisher nicht begrenzt ist und es auch keine Vorschriften gibt, ob sie von Catering-Unternehmen oder etwa von Schulen gestellt werden. Einzige Bedingung ist, dass sie von einem Unternehmen oder einer Institution kommen.

Das Interesse der Köche auf einen Platz in der jeweiligen Wettbewerbsmannschaft war dennoch immens, das berichteten die Verantwortlichen aller GV-Teams in Erfurt. Entsprechend aufwändig gestaltete sich teilweise das Auswahlverfahren. Einige Mannschaften veranstalteten regelrechte Ausscheidungswettkämpfe: Die Militärköche aus den USA mussten sich vor der Olympiade über das sogenannte Culinary Center of Excellence qualifizieren. In den meisten Ländern begannen die Vorbereitungen für den Community Catering Award bereits zwei Jahre vor der IKA. Geübt wurde auch noch während der Wettbewerbstage – Gastronomen aus dem Raum Erfurt stellten dafür gerne ihre Küchen zur Verfügung. Einige Teams bereiteten sich aber auch in weiter entfernt liegenden Städten vor und scheuten die nächtliche Anreise zum Wettbewerb nicht: „Schlafen können wir hinterher“, war übereinstimmend von den Mannschaften zu hören.