Jugendnationalmannschaft

Tolle Teamleistung in Abu Dhabi

4. Platz für Deutschland: Die deutsche Jugendnationalmannschaft der Köche zeigte in den Arabischen Emiraten eine super Mannschaftsleistung, Singapur gewinnt.

John Alen Thong gehörte zu den Köchen in der internationalen Familie der Worldchefs (World Association of Chefs’ Societies, WACS), die sich mit großem Engagement und persönlichem Einsatz für die Weiße Zunft einsetzten. Er war Mitbegründer der arabischen Köchevereinigung Emirates Culinary Guild (ECG) und prägte bis zu seinem Tod im August 2015 die Vereinsarbeit und die Wettbewerbskultur in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nun wurde ein Jugendwettbewerb nach ihm benannt und Anfang Dezember 2016 erstmals ausgetragen. Insgesamt neun Mannschaften traten an bei der „Alen Thong Golden Coffee Pot Young Chefs Challenge“ in Abu Dhabi: Neben der deutschen Jugendnationalmannschaft der Köche waren die Jugendteams aus China, Hongkong, Lesotho, Namibia, Singapur, Südafrika, Schweden und den Vereinigten Arabischen Emiraten am Start. Die neunköpfige Fachjury war gemäß der Teilnehmerländer international gemischt, als WACS-Juror aus Germany bewertete Thomas Wassink, Ausbilder an der Marineunteroffiziersschule (MUS) in Plön.

Höchste Konzentration an drei Tagen

Die Wettbewerbsaufgabe für die jungen Köchinnen und Köche kombinierte einen warmen Hauptgang mit einem umfangreichen kalten Buffet und einem Dessert-Buffet für 40 Personen (plus vier Juroren). Während für das warme Tellergericht insgesamt fünf Stunden zur Verfügung standen, mussten die Buffet-Komponenten innerhalb von 48 Stunden auf den Tischen arrangiert werden.

Ein straffes Programm, wie auch Teammanager Michael Hummel bestätigte: „Das Menü war brutal groß. Wir brauchten insgesamt rund 350 unterschiedliche Produkte für das komplette Programm.“ Hinzu kam, dass die Deutschen gleich am ersten Wettbewerbstag gefordert waren und somit ihre Vorbereitungen und Einkäufe gut planen mussten. „Neben der Warenbeschaffung im Ausland“, so Michael Hummel, „war es einer der größten Herausforderungen, fast 70 Stunden lang fit zu bleiben, um die komplette Produktion, den akkuraten Aufbau, das konzentrierte Kochen und den Abbau zu bewältigen.“

Gemeinsam sind sie stark

In Abu Dhabi war Teamgeist gefragt, und genau diesen zeigte die achtköpfige deutsche Mannschaft, die in einer etwas anderen Zusammenstellung als in Erfurt angetreten war. „Wir haben eine Silbermedaille geholt und dazu noch den Hygiene und Food Safety Award des Wettbewerbs“, berichtet Michael Hummel nicht ohne Stolz. „Wir durften in der Küche des zweitbesten Hotels von Abu Dhabi, dem Jumeirah, arbeiten, und das Team hat seine Sache toll gemacht.“ WACS-Juror Thomas Wassink ergänzt: „Alle Teams waren hoch motiviert und sind geschlossen aufgetreten. Das Edible Buffet ist ja sehr realitätsnah und kam gut an, optisch und geschmacklich.“ Eine tolle Erfahrung war es für alle Teilnehmer und das deutsche Team kann stolz sein auf seine Leistung: Platz Vier vor Olympiasieger Schweden. Singapur gewinnt vor Hongkong und Gastgeber Vereinigte Arabische Emirate (Platz 3).

Gefeiert wurde am Ende gemeinsam: „Alle Teilnehmer und Betreuer kamen zur Siegerehrung und anschließendem Essen im Shangri-La Abu Dhabi zusammen. Das war ein super Erlebnis“, erzählt Michael Hummel, der sich und dem Team zudem seinen Traum vom Besuch im Emirates Palace erfüllen konnte: „Durch Wettbewerbe wie diese entstehen Netzwerke und Freundschaften mit Kolleginnen und Kollegen in aller Welt. Das ist ein gutes Gefühl, egal, wer am Ende den Sieg holt.“