Food-Trucks

Restaurant ohne Raum

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In Karawanen ziehen FoodTrucker durch ganz Deutschland. Ein Blick in die Szene der modernen Fast-Food-Kultur.

„Essen auf Rädern“ rollt in eine neue Dimension. Über ganz Deutschland stülpt sich der Food-Truck-Hype, der Street-Food salonfähig macht. Ihre Namen, wie zum Beispiel RibWich, Burrito Bande, Guerilla Gröstl, Kiezküche oder Isardogs sind so außergewöhnlich wie ihre Ladungen. Sie touren durch ihre Heimat-Regionen, parken auf Firmengeländen und verkaufen Essen aus dem Blechbauch. Meist sind es gastronomische Quereinsteiger, die das Food-Truck-Fieber packt. Allesamt eint sie die Leidenschaft zum Kochen und die Lust auf Neues. Sie geben Gas, um eine Karriere als Food-Trucker zu starten und sie sind erfolgreich. Seit Mitte 2014 nahm die Food-Truck-Bewegung zunehmend an Fahrt auf. Die Zahl derer, die in rollenden Küchen brutzeln, steigt kontinuierlich an. „Doch schätzungsweise sind es bislang nur etwa 10 Prozent der Profi-Köche, die sich auf die Straße wagen“, meint Klaus-Peter Wünsch, der den Boom der Bomber maßgeblich forcierte. Er ist Initiator de r „Food-Truck-Roundups“, die Gäste mehrmals im Jahr auf das Messegelände nach Nürnberg locken und die im Juni an der Frankfurter Jahrhunderthalle einen Boxen-Stopp einlegen werden.

Die Trucker K.-P. Wünsch und Peter Wolf schicken RibWich-Trucks ins Rennen. Sie verkaufen süße fluffige Buns (Brötchen nach eigener Rezeptur mit saftig geschmortem Pork-Meat). Im Tagesgeschäft touren die RibWich-Trucks, die aus (Rest-)Beständen der US-Armee stammen, durch die Nürnberger Region. Ebenso wie viele ihrer Kollegen aus anderen Gegenden, pausieren sie zur Mittagszeit an Plätzen, die Absatz versprechen. Ihre Routen sind bekannt, auf Homepages und via Foodtruck-App abrufbar.

Truck-Food umfasst Süßes und Deftiges genauso wie Klassisches oder Raffiniertes. Von Donuts und Crèpes über Burger und Pasta bis hin zu Langos und Fischspezialitäten. „Gerade das breite Angebot macht die Bewegung interessant und spannend“, sagt Wünsch, der selbst als Hobbykoch begann. „Trotz des Lehrgeldes, das Branchenfremden oft bezahlen müssen, zählt der Pioniergeist. Während der Profi-Koch mit bewährten Rezepturen arbeitet, ist bei Seiteneinsteigern Experimentierfreude gefragt“, weiß Wünsch, der den Vorsprung der Profis als Vorteil betrachtet. „Planung, Taktung, Warenwirtschaft – auch in diesen Disziplinen sind gelernte Köche fit. Trucker müssen sich alles erarbeiten.“