Georg Broich

Rheinisch, aber stylisch

Tradition kann so schick sein: Caterer Georg W. Broich begeistert mit renovierten Küchenklassikern.

„Tradition braucht Herkunft“ , davon ist Georg W. Broich überzeugt. Als echtem Rheinländer bedeutet traditionelles Essen für den Caterer aus Düsseldorf: „Himmel und Äd“ mit Blutwurst, Rheinischer Sauerbraten oder der Halve Hahn. Und seine Herkunft braucht er auch nicht zu verstecken: „Seit fast 200 Jahren ist meine Familie mütterlicherseits mit eigenen Bäckereien und väterlicherseits mit eigener Metzgerei tätig“, erzählt Broich. Er selbst führt das nun zusammen, mit seinem neuen Konzept „Bakers & Butchers“. Geboren wurde die Idee für das Konzept aus einen Kundenauftrag: Zur Messe Interzum in Köln wollte sein Kunde Hettich nicht, wie in den Jahren zuvor, einfach nur einen Messe-Abend in einem Brauhaus auf die Beine zu stellen, sondern mal etwas anderes bieten.

Der bodenständige Charakter der Veranstaltung sollte trotz des Veränderungswunsches ausdrücklich wie in den Jahren zuvor erhalten bleiben. Broich musste deshalb einen Weg finden, die Erwartungshaltung der internationalen Gäste an einen rheinischen Abend zu erfüllen, war allerdings auch gefordert, diese positiv zu überraschen. Da kam der Gedanke, das Konzept eines Pop-Up-Restaurants einzubeziehen. Dem Kunden war es dabei besonders wichtig, dass es sich um eine originelle Idee handelt. „Ja, aber witzig, lautete die Antwort“, sagt Broich. Auf dieser Grundlage entwickelte der Caterer schließlich das Konzept. Rheinisch aber stylisch. Gerichte wie man sie von der Speisekarte eines jeden Brauhauses kennt, aber sehr modern angerichtet und besonders effektvoll präsentiert.

Daraufhin begann die Planung. Im Mittelpunkt dabei: traditionelle, regionale Speisen in Premium-Qualität, eindrucksvoll präsentiert. Berücksichtigt wurden vor allem auch moderne Essgewohnheiten der Kunden: Sie wollen kleine Portionen von unterschiedlichen Gerichten kosten, müssen aber, gerade in solch einem Rahmen, den kommunikativen Austausch mit anderen Gästen weiter pflegen können, weiß Broich. All dieses galt es zu einem repräsentativen Paket zu schnüren. Nach dem Motto „Iss nix, was Oma nicht gekocht hätte“ wurde für die Kunden ein Speisenkonzept mit bodenständigen regionalen Speisen unter Verwendung hochwertiger Zutaten kreiert, das bei den Hettich-Kunden richtig gut ankam.

Aufgrund des durchweg positiven Feedbacks der Gäste wurde das Konzept, das ursprünglich nur für diese eine Veranstaltung geplant war, weiterentwickelt und zu der eigenständigen Marke „Bakers & Butchers“ ausgebaut, die in ihrem Kern auf die eigene Familientradition verweist. An deren Tradition knüpft Broich Premium Catering glaubwürdig an. Aber auch die Ausweitung auf andere Regionen oder Themen ist für Broich denkbar. Im Markenkern geht es dabei immer um die zeitgemäße und stylische Interpretation traditioneller Speisen. In der Umsetzung ist das Konzept dabei sehr variabel und sowohl für Büfett- als auch Menüveranstaltungen geeignet.

Die Wandlungsfähigkeit des Konzepts sorgt dafür, dass große und kleine Personenzahlen problemlos bedient werden können. Nach der Ausarbeitung einer neuen Vermarktungsstrategie zur Eigenpositionierung des Geschäftsbereiches wurde auch die Abgrenzung vom Wettbewerb deutlich: Es ist die besondere Definition und die Art der Präsentation von Speisen. Die Feuerprobe bei weiteren Kunden hat Bakers & Butchers bereits bestanden, und die Branche feierte Georg W. Broich zudem als Caterer des Jahres: Die begehrte Branchenauszeichnung wurde ihm für Bakers & Butchers in der Kategorie Food Konzepte verliehen.