Matjesmeisterschaft 2016

Matjes trifft Wein

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Wie gut Matjes mit Wein aus deutschen Anbaugebieten harmonieren kann, beweisen die Gewinner von Friesenkrones 12. Matjesmeisterschaft.

Matjes und Wein, das gilt traditionell als schwierige Kombination. Finger weg, rät rundheraus Peter Badenhop, Gastrojournalist der FAZ. Kaum ein Wein, außer vielleicht ein kräftiger Riesling, könne dem Matjes Paroli bieten. Der spezielle Geschmack des Matjes und sein hoher Fettgehalt verwandelten die Fruchtaromen vieler Weine schnell in zu süßliche oder bittere Noten. Zum Matjes dann doch besser ein Bier, so die gängige Meinung. Zu beweisen, dass diese Weisheit nicht in Stein gemeißelt ist, war die große Herausforderung für die fünf Finalteams des diesjährigen Nachwuchskochwettbewerbs von Fischfeinkosthersteller Friesenkrone, der am 9. Juni in Hamburg stattfand. Keine leichte Aufgabe, kam es hier nicht nur auf die gekonnte Zubereitung und kreative Inszenierung der Matjesspezialitäten von Friesenkrone an, sondern auch auf deren feine Abstimmung mit Wein aus deutschen Anbaugebieten.

Matjes ahoi: Schoppenbrot und Winzerteller

Die Herausforderung nahmen an: Team „Anna und Lena aus der Eifel“ mit Anna Berg und Lena Schmitz vom Gasthaus Herrig in Meckel, das Team „Fischers Fritzen“ mit Paul-Lucas Jahn und Carsten Dirschauer vom Restaurant Fischers Fritz im Hotel Regent Berlin sowie „Team Frankfurt“ mit Sabine Liske vom Schlosshotel Kronberg und Biagio Schiliro aus der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Ebenfalls mit von der Partie waren das Team „Hamburger Bahnhof“ mit Frederik Ohlms und Leander Arendt vom Restaurant Sarah Wiener in Berlin sowie die „Pfälzer Schoppebuwe“ mit Christian Saul und Alexander Prill vom Gesellschaftshaus der BASF in Ludwigshafen.

Erwartet wurden von den jungen Kochtalenten jeweils zwei innovative, zum diesjährigen Motto „Matjes trifft Winzerinnen – ein Date zum Liken“ passende Kreationen. Als erste ein Schoppenbrot mit regionalen Zutaten – gedacht als Gruß an eine Winzerin aus einem deutschen Weinanbaugebiet. Die zweite ein Tellergericht, wahlweise warm oder kalt, als fantasievoller Winzerteller präsentiert. Bei den Weinen der Winzerinnen konnten die Matjeskronenanwärter wählen zwischen Spitzengewächsen aus Rheingau, Baden, Pfalz, Nahe und Mosel, alle Weine von Weingütern des Verbands der Prädikatsweingüter (VDP), die in besten deutschen Lagen gedeihen und mit hohem Qualitätsanspruch (reduzierte Erträge, Handlese) aus anbaugebietstypischen Rebsorten hergestellt werden. Zur Auswahl standen insgesamt 16 Weine, angefangen vom Riesling über Weiß- und Grauburgunder bis hin zu Silvaner, Scheurebe und einem Blanc de Noir vom Spätburgunder, alle entweder trocken oder feinherb ausgebaut. Vom Gutswein bis zur Ersten Lage waren alle VDP-Klassifikationen vertreten. Da hieß es für die Nachwuchsköche: Wer die Wahl hat, hat die Qual.