Investitionen: Der Weg des Geldes

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Welche Optionen haben Gastronomen und Hoteliers, um ausreichende finanzielle Mittel für Investitionen zu bekommen, die Wachstum ermöglichen?

Im Gastgewerbe ist es wie in anderen Branchen auch: Wer nicht investiert, hat auf Dauer keine Chance. Daran ändert auch die momentane Geschäftslage wenig. Zwar ist die Situation der Branche nach aktuellen Meldungen des Dehoga Bundesverbandes in Berlin sehr positiv. „Konsumfreude und stabile Konjunktur sorgen für steigende Umsätze“, freut sich Ernst Fischer, Präsident des Verbandes. Seine Zufriedenheit wird jedoch insbesondere von der Ertragslage vieler Restaurants und Cafés getrübt: „Hohe Betriebskosten und starker Preisdruck.“

Trotz der angespannten Ertragssituation ist die Investitionsneigung der Betriebe relativ gut. Denn sie haben derzeit Top-Konditionen für Kredite. Wer Geld in die Hand nehmen will, um den Betrieb fit zu machen, ist auf Fremdkapital angewiesen. Das kann auch von halböffentlichen Instituten wie der KfW kommen (siehe Kasten) Aber auch da heißt es: Geld gibt es wie bei anderen Krediten nur, wenn die Bonität stimmt. Die überprüft in der Regel die Hausbank. Genauso wie bei Darlehen von Bank oder Sparkasse. Und die haben konkrete Vorstellungen davon, wem sie zu welchen Bedingungen Geld leihen.

Die Institute geben vor allem dann gerne Geld an Kreditnehmer heraus, wenn sie einigermaßen sicher sein können , dass Zinsen und Tilgungen pünktlich bedient werden. Um dabei möglichst objektive Kriterien an der Hand zu haben, hat die Kreditwirtschaft vor einigen Jahren das Rating erfunden. In einem strukturierten Prozess werden sämtliche vorliegenden Informationen über ein Unternehmen zu einer Gesamtnote verdichtet. Wie, das ist Betriebsgeheimnis der Banken und Sparkassen. Wer hier aber als Firmenchef gut abschneidet, kann im Fall des Falles auf erstklassige Konditionen pochen.

Punkten können vor allem Unternehmer, die eine hohe Eigenkapitalquote in ihrer Bilanz stehen haben. Das ist praktisch der Puffer, wenn die Firma mal in Turbulenzen geraten sollte. Wer mit einer Quote von Eigen- zu Fremdkapital jenseits der 25 Prozent aufwarten kann, darf durchaus mit breiterer Brust in die Gespräche gehen. Er beweist damit auch, dass er persönlich für das einzugehende Risiko gerade stehen will. Es kann daher kein Fehler sein, in guten Jahren möglichst viel vom Gewinn zu thesaurieren.

Immer wichtiger werden aber, neben den sich in der Bilanz niederschlagenden Zahlen der Vergangenheit, auch die Zukunftskonzepte, die der Hotel- oder Restaurant-Chef im besten Falle in der Schublade hat – und sie auch konsequent umsetzt. Hat er klare Vorstellungen davon, wo sein Unternehmen derzeit steht und wo er mit ihm hinkommen will, kann er auch die Bank überzeugen. Wofür wird das Geld benötigt? Wie bringt der Einsatz des Kredites das Unternehmen voran? Wie bekommt die Bank ihr Geld zurück? Die Antworten auf diese Fragen entscheiden darüber, ob es einen Kredit gibt, und wenn ja, zu welchen Konditionen. Natürlich kann es nicht schaden, wenn der Unternehmer in der Firma und im privaten Bereich über ausreichende Sicherheiten verfügt.