VKD im Dialog: Berufsschullehrer

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VKD im Dialog

Berufsschullehrer

Fachkräftemangel und duale Ausbildung standen im Fokus der Berufsschullehrerkonferenz in Frankfurt.

Seit 2010 plant und organisiert der Fachausschuss Berufliche Aus- und Weiterbildung, Prüfungs- und Seminarwesen (BAP) unter der Leitung von Vorstandsmitglied Dr. Gerald Wetzel die Berufsschullehrerkonferenz. Bei diesen Tagungen wird vom VKD der Dialog zu den Berufsschullehrern gesucht und mit Referenten aus der Branche Impulse zur Verbesserung der Ausbildung der Kochberufe in Deutschland gesetzt. 2016 fand die Konferenz unter der Federführung des Landesverband Hessen in den Räumlichkeiten von Nestlé Professional in Frankfurt statt. Die Konferenz ermöglichte es Lehrkräften aus gastronomischen Berufen, sich über die spezifischen Probleme ihres Lehreralltages und mögliche Lösungsansätze auszutauschen.

Themen waren unter anderem der Fachkräftemangel und die Zukunft der dualen Ausbildung. Insbesondere die stark sinkenden Auszubildendenzahlen und die geringe Motivation der Schüler machten den Teilnehmern Sorgen. „Für viele Betriebe sind die Auszubildenden heute unentbehrlicher Bestandteil der Belegschaft. Schulzeiten kommen da häufig ungelegen – das unterminiert natürlich den eigentlichen Sinn der dualen Ausbildung“, berichtet Markus Wolf, Berufsschullehrer an der Bergiusschule in Frankfurt. Die zeitlichen Rahmenbedingungen seien besonders für kleinere Betriebe mit engen Dienstplänen ein Problem.

„An dieser Stelle sollte die Kommunikation zwischen Kollegen aus der Gastronomie und den Berufsschulen entschieden verbessert werden“, findet auch Barbara Röder, Landesvorstandvorsitzende Hessen. Viele Schüler gingen nach wie vor mit falschen Vorstellungen in den Beruf. Der Berufsalltag werde immer noch zu sehr durch falsche Vorstellungen der zahlreichen Fernsehkochsendungen verzerrt. Auch deshalb seien viele Schüler nach Beginn eines Praktikums in der Gastronomie enttäuscht. Eine engere Zusammenarbeit zwischen DEHOGA, VKD, Berufsschulen und den Betrieben wünschten sich die Teilnehmer ausdrücklich.