Konzept & Kreationen

Frühjahrsmenü

Asiatische Aromenküche aus dem Yoso: Sarah Henke hat für KÜCHE das Frühjahrsmenü gezaubert.

Yoso ist koreanisch und bedeutet übersetzt "Elemente".  Der Name ist Programm in Sarah Henkes gleichnamigen Restaurant im Herzen von Andernachs Altstadt. Inspiriert von den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde, verwöhnt die 35-jährige Küchenchefin mit südkoreanischen Wurzeln hier seit gut einem Jahr ihre Gäste mit einer kulinarischen Reise durch die Garküchen Asiens. Gerichte mit wohldosierter asiatischer Schärfe finden sich auf der Speisekarte des Yoso unter dem Element Feuer, Liebhaber der vegetarischen Küche werden bei Luft fündig, Fleischliebhaber hingegen bei Erde, Gerichte mit Fisch- und Meeresfrüchten sind im Element Wasser zu Hause, erläutert Sarah Henke ihr Konzept. Im Yoso hat sich Sterneköchin Henke, die zuvor unter anderem im Schlosshotel Lerbach, mit Sven Elverfeld im Wolfsburger Aqua und als Küchenchefin im Restaurant Spices des A-Rosa Sylt Station machte, ganz der asiatischen Aromenküche verschrieben. Um weitere Sterne gehe es ihr dabei aber nicht, betont sie. Ihr Ziel: „Ich möchte meinen Gästen ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis bieten, das sie in dieser Kombination von Aromen und Texturen nur bei mir finden. Eine regelrechte Geschmacksexplosion soll es sein.“ Wie Sarah Henke ihre kulinarischen Highlights kreiert, können die Gäste vom modernen asiatischen Ambiente des Restaurants aus über den Blick durch eine Glasscheibe in die schwarz gef ieste Küche verfolgen. Unterstützt wird die Küchenchefin von drei ausgelernten Köchen und ab Sommer erstmals auch von einem Auszubildenden, wie sie verrät. Das Yoso hat rund 40 Sitzplätze und ist mittags sowie abends geöfnet. Die Preise bewegen sich zwischen 12,50 Euro für eine Vorspeise bis 71 Euro für ein komplettes 5-Gänge-Menü.

VORSPEISE
In den Farben des Frühlings, sehr leicht und frisch präsentiert sich die Vorspeise, die aktuell (noch) nicht auf der Karte des Yoso zu finden ist. Der Star ist hier unübersehbar die Blaue Garnele – roh und pur im Geschmack. Begleitet wird sie von Karotte, eingelegt in einer Vinaigrette aus Passionsfrucht, Zitronengras, Chili und Reisessig, einer Kokoscreme mit Zitronen­ gras, Ingwer und Limette sowie eingelegten Radies­chen. Ihre aromatische Schärfe ordnet die Vorspeise dem Element Feuer zu.

HAUPTGERICHT
Erdig und dennoch leicht präsentiert sich das Haupt­gericht, das ohne Sättigungsbeilage auskommt: Tafelspitz, Sous-­vide­-gegart, mit zweierlei Spinat, zum einen als Salat in Reisessig­-Vinaigrette, zum anderen kurz in der Pfanne angezogen. Dazu gesellen sich ein­gelegte Radieschen, die für Frische sorgen, sowie ge­bratene Pilze, abgelöscht mit einer Marinade aus Chili, Sojasoße und Sesamöl. Die Miso­Creme setzt weitere Akzente – ihr Geschmack steht im Vordergrund des Gerichts, das würzig, aber nicht scharf ist.

DESSERT
Sonnengelb und fruchtig frisch gibt sich die kleine Variation von Mango­ und Passionsfrucht. Mango­-Passionsfrucht­-Sorbet, Mousse von der Mango, Mango­-Gel und Mango­-Chutney, begleitet von den Kernen der Passionsfrucht und Ko­kos­-Crumble für die Textur, erinnern daran, dass auf den Frühling unwei­gerlich ein Sommer folgt.