Berufskleidung

Dressed to cook

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Wer im Medienzeitalter als Koch erfolgreich sein möchte, sollte dabei auch gut aussehen. Neben der Funktionalität der Berufskleidung spielen modische Aspekte eine immer größere Rolle.

Der Beruf des Kochs/der Köchin erlebt seit Jahren einen tiefgreifenden Wandel. Vorbei sind die Zeiten, als die Herrscher über Küche und Herd noch im Verborgenen hinter verschlossenen Türen wirkten. Heute präsentieren sich Profiköche beim Front Cooking und bei Kochshows im TV. Die Frage der richtigen Berufskleidung, die sowohl modischen als auch funktionalen Ansprüchen genügen muss, spielt entsprechend eine immer größere Rolle. Da Köche häufig ausgeprägte Individualisten sind, gehen bei der Frage, was in Sachen Outfit richtig und passend ist, die Meinungen weit auseinander.

Weg mit dem Kartoffelsack

Eine besondere Bühne bietet Köchen seit Jahren die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin. Für die weltgrößte Messe der Unterhaltungselektronik engagieren große Hersteller von Küchen- und Haushaltsgeräten Top-Köche aus ganz Europa, damit diese in Show-Küchen vor tausenden von Messebesuchern zeigen, was sie können. Wer hier kocht, braucht das richtige Outfit. Am Stand eines großen Küchengeräte-Herstellers ist Sternekoch Roland Trettl kurz nach Ende seiner Kochshow gerade vollauf beschäftigt: Eine Schlange von Fans will sich in der Messehalle ihre Autogrammkarten vom Fernsehkoch (Karawane der Köche, Kitchen Impossible) signieren lassen. Trettl genießt seinen Job sichtlich – und möchte dabei natürlich auch gut aussehen.

„Wir Köche zaubern Schönes auf die Teller, also muss man dabei auch gut aussehen und einen Sinn fürs Schöne haben“, ist der Südtiroler überzeugt. „Jahrzehntelang sahen Kochjacken aus wie Kartoffelsäcke und auch ich trug früher klassische Jacken. Doch irgendwann wollte ich nicht mehr aussehen wie ein Oberarzt in Weiß.“ So entdeckte der Spitzenkoch Jeansstoff neu für sich: „Die Jeans startete vor mehr als hundert Jahren als Arbeitshose. Der Stoff hält lange und ist strapazierfähig“, so Trettle Er selbst trägt heute gerne körperbetonte Koch-Jeansjacken mit Reißverschluss des niederländischen Designer-Labels Robini. „Diese Jacken sehen cool aus und sind praktisch, weil sie nicht zu lang sind“, erklärt Trettl. „Entscheidend ist für mich, dass sie heiß waschbar, robust und praktisch sind.“