Personalmanagement

Zeit ist Geld

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Mit dem Mindestlohn sind die Anforderungen an ein solides Personalmanagement gestiegen. Systematische Lösungen helfen dabei.

Gutes Management ist alles – und dazu gehört immer auch eine durchdachte Organisation. Damit alles möglichst reibungslos läuft, bieten eine ganze Reihe von Unternehmen speziell für die Gastronomie Lösungen an, die für Effizienz im Hintergrund sorgen. Und auch für mehr Rechtssicherheit: Denn mit Inkrafttreten des Mindestlohns sind auch die Anforderungen an solides Buchführen gestiegen. „Zu den wichtigsten Baustellen in der Gastronomie gehört es derzeit, den Personaleinsatz mit den rechtlichen Vorschriften abzustimmen“, sagt Peter Grünhage, Gründer der Systemhauses GeBITtech. Seit 25 Jahren ist das Unternehmen mit Zeiterfassungs-Software für alle Betriebssysteme und elektronischen Stempeluhren auf dem Markt und kennt daher die Eigenheiten der Gastro-Branche in- und auswendig: Inzwischen ist die Software in der elften Version im Handel. „Neu ist seit Januar vor allem, dass Gastronomen den Nachweis bringen müssen, dass der Mindestlohn von 8,50 Euro eingehalten wird“, sagt G rünhage. „Um dafür die Arbeitszeiten genau zu dokumentieren, ist die elektronische Erfassung ein ideales Instrument, mit dem Gastwirte auf der sicheren Seite sind.“

So loggen sich die Mitarbeiter beim Arbeitsbeginn, dem -ende sowie für die Pausen in den elektronischen Stempeluhren jeweils ein oder aus. „Diese Timestamps sind auch nicht veränderbar“, sagt Grünhage. „Alle Informationen über die verschiedenen Schichten, steuerfreie Zuschläge für die Arbeit an Wochenenden oder Feiertagen lassen sich als Dokument elegant speichern und in aufbereiteter Form ausdrucken oder auf andere Geräte wie einen PC exportieren.“ Dabei berät die GeBITtech ihre Kunden vor Ort, wie sich die Software und die Endgeräte einsetzen lassen und sich das auf die betriebliche Praxis auswirkt. Hinzu kommt ein umfangreicher „After Sales Service“ nach dem Kauf.

Ein komplett individualisierbares Produkt für die Personalplanung und Zeiterfassung bietet auch Gastromatic. 2013 gegründet, hat sich das Start-Up-Unternehmen von Anfang an die Gastronomie als Ziel-Markt gewählt. „Diese Branche ist stärker als andere auf ungelernte Aushilfen und stundenweise beschäftigten Kräfte angewiesen“, sagt Leonie Görting, Marketingmanagerin bei Gastromatic. „Konkretes Planen ist daher oft schwierig.“ Nach intensiver Marktforschung hat das Start-Up eine internetbasierte Anwendung entwickelt, auf die Wirte von überall zugreifen können und die auf deren Bedürfnissen ausgerichtet ist. „Zunächst legen unsere Kunden die Mitarbeiterstrukturen mit deren Namen, Arbeitsbereichen und E-Mail-Adresse an“, erklärt Görting. „So können Mitarbeiter leicht informiert werden, wenn sich am Dienstplan etwas ändert.“ Auch können die Wirte offene Schichten anbieten, für die sich die Mitarbeiter dann eintragen – per Klick lässt si ch das dann bestätigen. Ferner können die Angestellten ihrerseits in der Wochenansicht auch ihre Wunschschichten vermerken, was das Planen erleichtert: Über eine eigene Smartphone-App können sie jederzeit auf ihren Dienstplan zugreifen und gegebenenfalls ihren Status ändern oder auch Schichten tauschen. Darüber hinaus kann das System automatisch Arbeitszeitkonten führen und anzeigen, wenn jemand seine monatliche Stundenzahl überschreitet. Verfügen Gastronomen über verschiedene Filialen, so lassen sich die Dienstpläne auch übergreifend gestalten – und unterschiedliche Zugriffsmöglichkeiten und Zuständigkeiten festlegen. „Im System lassen sich Arbeitsbereichsleiter bestimmen, die für die Pläne zum Beispiel in der Küche oder im Service verantwortlich sind“, sagt Görting.