Gewürz

Kräutersalze

Ein Kräutersalz ist ideal, um die Würze und den Geschmack von nur saisonal verfügbaren Kräutern „einzufangen“ und stets zur Verfügung zu haben.

Ein Kräutersalz ist einfach und schnell selbst zubereitet. Dazu können frische oder getrocknete Kräuter verwendet werden. Nachdem die frischen Kräuter zusammen mit dem Salz im Mixer zerkleinert wurden, werden sie zum Trocknen ausgelegt oder im Backofen mit leicht geöffneter Backofentür über mehrere Stunden bei 50 Grad Celsius getrocknet. Danach werden sie noch einmal kurz gemixt. Zur längeren Aufbewahrung empfiehlt sich ein dunkler und trockener Ort. Die Mischungen können beliebig mit Pfeffer, Wacholderbeeren, Ingwer, Zitronengras, Zitronen- oder Orangenschale, Paprika, Knoblauch, Chili oder Gewürzen gemischt werden. Als grober Richtwert für die Mengen gelten circa. 5 Bund frische, alternativ 5 Esslöffel getrocknete Kräuter auf 500 Gramm Salz. Fertig ist das Kräutersalz.

Beifuss
Früher das Gewürz schlechthin für Gänsebraten & Co., ist der Beifuß heute etwas in Vergessenheit geraten. In der Natur als Wildkraut entlang der Wegränder und im Siedlungsbereich häufig zu finden, verleiht er deftigen Speisen auch als Kräutersalz eine bessere Bekömmlichkeit. Als Mischung ist er beliebig kombinierbar, besonders mit Sellerie, Liebstöckel, Bohnenkraut und Petersilie, aber auch in der „klassischen mediterranen“ Mischung schmackhaft. Verwendet werden vor allem die unscheinbaren Blütenköpfe beim ersten Erblühen, aber auch die frischen Blätter im Frühjahr können verarbeitet werden.

Salbei
Ist neben Thymian, Basilikum, Lavendel, Rosmarin und Oregano sehr beliebt in mediterranen Gewürzmischungen. Wer einen Kräutergarten mit blühenden Pflanzen hat, sollte einmal eine Blüte aus dem Blütenkelch zupfen und probieren. Ist sehr gut auch für Blüten-Salzmischungen geeignet.

Oregano
Ist auch bei uns heimisch und wild auf sonnigen Standorten und Trockenrasen zu finden. Als klassisches Pizzagewürz vor allem in der mediterranen Küche verwendet, eignet es sich auch wunderbar für Suppen, Soßen, Salate, Fleisch- und Fischgerichte. Im Kräutergarten sind die Blüten nicht nur für uns attraktiv, sondern bilden eine ausgezeichnete Bienenweide und locken viele Schmetterlinge an.

Wacholder
Passt ausgezeichnet zu Sauerkraut, Wildgerichten, Rotkohl und kräftigen Eintöpfen. Allerdings brauchen man für die Herstellung einen leistungsstarken Mixer. Sehr lecker ist auch eine Mischung mit Pfefferkörnern, Pimentkörnern, Nelken und etwas Thymian.

Petersilie
Ist als Kräutersalz bestens geeignet und in vielen Kombinationen schmackhaft, besonders gut dazu passen für Suppen und Gemüsegerichte Liebstöckel, Schnittlauch und Dill. Auch die Blüten und Früchte können zum Würzen verwendet werden.

Rosmarin
Darf in keinem mediterranen Kräutersalz fehlen. Ist aber auch solo sehr lecker und intensiviert nicht nur den Geschmack von Rosmarinkartoffeln. Die Blüten sind etwas kleiner, aber ebenso schmackhaft. Inzwischen gibt es auch frostharte Sorten für den heimischen Kräutergarten, die nicht so leicht erfrieren wie der „wilde“ Rosmarin.

Lavendel
Sollte eher sparsam beigemischt werden, da der Geschmack recht intensiv ist. Lavendel wird auch für Süßspeisen und in vielen kosmetischen Produkten verwendet. Übrigens bereichern mediterrane Gewürzmischungen nicht nur die Mittelmeerküche. Sie passen auch zu Ofenblech- und Folien-Kartoffeln, Pilzen, Geflügel, Fisch und Dips